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Don Farrago

Montag, 7. Dezember 2009

Video: Was Mario Barth wirklich vom Media Markt hält…

... oder: Was interessiert mich mein Geschwätz von vorgestern?

Seit einigen Wochen gibt Mario Barth den Weihnachts-Marktschreier vom Dienst für den Media Markt: Von Plakatwänden, Zeitungsanzeigen und Prospekten grinst er uns penetrant an und zeigt mit dem Finger auf uns, und in der Fernsehwerbung erntet er mit zumeist platten und pseudo-lustigen Histörchen von Claqueuren extatische Lacher. Und das Ganze gipfelt dann in seinem orgastischen Aufschrei "Das ist mein Laden".

Da hatte er früher aber eine ganz andere Meinung! In einer am vergangenen Wochenende von RTL wiederholten Folge von "Mario Barth präsentiert: Die besten Comedians Deutschlands" aus dem Jahre 2006 berichtete Dieter Nuhr über seine Erfahrungen mit den nie greifbaren Verkäufern in gewissen Elektro-Großmärkten. Grinse-Mario griff das Thema anschließend auf, setzte noch einen drauf und lästerte genüsslich über die Kundenberater vom Media Markt ab.

Hier das Video dazu (Dieter Nuhrs Verkäuferschelte ab 04:10 Min., danach Mario Barth von 06:18 bis 08:08 Min.):


Ob die Marketing-Verantwortlichen vom Media Markt, die für die aktuelle Weihnachts-Werbekampagne bestimmt einen Haufen Kohle an Herrn Barth abdrücken müssen, diese Sendung wohl auch gesehen haben?


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Montag, 2. Februar 2009

Werbespots beim Super Bowl: Hyundai vs Audi (Videos)

Auch in diesem Jahr investierten viele Unternehmen Millionen von Dollar, um beim Super Bowl-Finale der NFL ihre Commercials zu schalten – eine größere Reichweite kann ein Werbespot nun mal nicht haben!

Alljährlich werden die besten Spots prämiert, und auch deswegen schicken die Firmen ihre besten und aufwändigsten Werbeproduktionen an den Start. Zwei preisverdächtige Beispiele möchte ich hier näher vorstellen: die Spots der Autobauer Hyundai und Audi. Unterschiedlicher kann Automobilwerbung nicht sein…

Während Hyundai in seinem Spot "Angry Bosses" vordergründig darauf setzt, dem Betrachter am Beispiel des "North American Car of the Year" Hyundai Genesis die korrekte Aussprache der Marke "Hyundai" nahezubringen ("Eine kleine Auszeichnung reicht, und auf einmal kriegt jeder deinen Namen richtig hin – es heißt Hyundai, wie Sunday"), zeigt der Spot die Verzweiflung japanischer und deutscher Autobauer angesichts dieser Auszeichnung. Dabei gestatten sich die Macher sogar die (für manchen deutschen Betrachter möglicherweise leicht verstörende) Freiheit, den BMW-Boss mit Hitlers Stimme auszustatten:


Audi hingegen schickt in seinem Spot "Chase" den Action-Star Jason Statham auf eine Zeitreise durch die Filmwelt der Verfolgungsjagden und rückt dabei unter dem Motto "Fortschritt ist etwas Wunderbares – Audi und der Supercharged A6" seinen neuen Audi A6 ins rechte Licht. Und auch Audi spart dabei nicht mit Seitenhieben gegen die Konkurrenz:


Bei "Audi of America" kann man sich diesen Spot in HD-Qualität anschauen. Und wenn man dann nach Ende des Clips noch auf "Continue the Chase" clickt, nimmt Audi den Zuschauer mit auf eine technologische Zeitreise von den 1970ern bis heute.

Im letzten Jahr gewann Audi übrigens mit seinem Super Bowl-Spot für den R8 den Preis für den besten an einen Film angelehnten Werbespot. Toll gemacht: Der Pate reloaded – made by Audi:


Mal sehen, ob's in diesem Jahr wieder reicht!

PS: Weitere beeindruckende Werbespots vom Super Bowl gibt es bei Dirk Manthey!


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Dienstag, 9. September 2008

Wie Viagra wirklich wirkt (Video)

Auch wenn es sich hier offensichtlich um ein Werbevideo handelt: Diese Breakdance-Choreographie hat was!

The Power of Viagra

PS: Auch dieses Viagra-Video ist ganz nett…



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Montag, 21. Juli 2008

Vor 111 Jahren: Erster Zigaretten-Werbespot der Welt (Video)

Abgesehen von der Erfindung des Elektrischen Stuhls bescherte Thomas Edison der Welt auch viele ausgesprochen nützliche Erfindungen, wie etwa den elektrischen Stimmenzähler, den Börsenkursanzeiger und den Phonographen. Zudem war er ein Pionier auf dem Gebiete des Kintopps, und bereits 1892 errichtete er in West Orange (New Jersey) das erste Filmstudio der Welt, "The Black Maria".

Aus diesem Studio, das eher an einen abbruchreifen Schuppen erinnert, stammt der älteste Zigaretten-Werbespot der Welt, der vor 111 Jahren (am 5. August 1897) Premiere feierte.

Nach dem Motto "Rauchen verbindet" bemüht sich dieses Filmchen schon um so etwas wie political correctness: Ein ehrbarer Bürger, ein Indianer, ein (schottischer) Einwanderer und Uncle Sam persönlich werden von einem Zigaretten-Mädchen mit Admiral Cigarettes versorgt und rollen ein Transparent mit dem Titel "We all smoke" aus. Afroamerikaner zählten damals wohl noch nicht zur werberelevanten Zielgruppe…


Kurz, knackig, mit präziser Aussage: So einfach kann Werbung sein! In wie weit durch den Spot der Umsatz der Marke gesteigert werden konnte, ist allerdings nicht überliefert…


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Donnerstag, 24. April 2008

Werbung im Wandel: Radical Advertising

Unter diesem provozierenden Motto zeigt das NRW-Forum Kultur und Wirtschaft in Düsseldorf seit dem 5. April 2008 eine Ausstellung zum Thema "Paradigmenwandel in der Werbung" von den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts bis heute und zeichnet den Weg von der Schock- und Anti-Werbung über Culture Jamming und Ambient-Werbung bis hin zum Guerilla-Marketing, der Kooperationswerbung (wie etwa bei American Apparel) und anderen aktuellen Werbetrends nach. Hier einige Beispiele (zum Vergrößern anklicken):

Benetton-Schockwerbung ("Aids"):
Werbung von Modemacher Helmut Lang ("Victoria Australia"):
Anti-Werbung von Adbuster (in Anspielung auf "Absolut Vodka", das Wort "hangover" bedeutet übrigens "Kater"):
Anti-Werbung als Außenwerbung ("Bob, ich hab' Lungenkrebs"):
Guerilla-Marketing der Miami Rescue Mission (hier zum Thema Obdachlosigkeit):
Guerilla-Marketing von Amnesty International (hier zur Religionsfreiheit):
Werbung von "Virgin Airlines" in Toiletten von Szene-Lokalen, mit der die Fluglinie auf die großzügig bemessene Beinfreiheit bei ihren Flügen aufmerksam macht:
Die Ausstellung läuft noch bis zum 17. August 2008 im

NRW-Forum Kultur und Wirtschaft
Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211 – 89 266 90
Fax: +49 (0)211 – 89 266 82

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 20:00h
Freitags bis 24:00h

Wem der Weg nach Düsseldorf zu weit ist, der kann sich ja den Ausstellungskatalog bestellen, der es mit seinen 500 Seiten immerhin auf ein Gewicht von 2,5 Kilo bringt… Und wem dieser Katalog mit € 29,00 zzgl. Versandkosten zu teuer sein sollte, der kann hier online ausgiebig darin herumstöbern.


(Fotos: NRW-Forum Kultur und Wirtschaft e.V.)


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Donnerstag, 27. März 2008

Homeshopping: Skurrile Infomercials aus den USA

Spät in der Nacht und früh am Morgen, wenn ansonsten fast alles schläft, schlägt ihre Stunde: Während sich die drögen Moderatoren/Moderatorinnen der meisten Call-in-"Quiz"-Shows bereits ihrer wohlverdienten Ruhe hingeben, übernimmt eine Armee von Homeshopping-Präsentatoren die Macht in der Fernseh-Nacht.

Im Kampf um die Aufmerksamkeit der letzten verbliebenen potenziellen Opfer am Bildschirm werden hier (oft in "begrenzter" Stückzahl, erkennbar am unerbittlich herunter zählenden Countdown-Ticker) von rhetorischen Neandertalern Produkte vorgestellt, die es ansonsten so nirgendwo gibt – und erst recht nicht zu diesem unschlagbar günstigen Preis. Hier einige Beispiele aus den USA, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auch und gerade beim Homeshopping.

Wie wäre es zum Beispiel mit dem "Hawaii Chair", der den idealen körperlichen Ausgleich für bewegungsfaule Zeitgenossen bietet? Speziell für Leute, die ihren Büroalltag vorwiegend in sitzender Stellung verbringen, ist diese mechanische Alternative zum Hula-Hoop-Reifen einfach unersetzlich: Er bietet Entspannung vom harten Arbeitsalltag, indem er den Unterkörper in rhythmische Schwingungen versetzt. Angetrieben von einem Hula-Motor, der bis zu 2800 Umdrehungen pro Minute leistet, lässt er sich mit etwas Übung sogar im Büro einsetzen. Da macht das Bedienen von Telefon und Computer erst so richtig Spaß…


Während dieses Wellness-Gerät leider nur Personen bis zu 136 kg Lebendgewicht Entspannung bietet, ist "Facial Flex", der ultimative Hometrainer für Gesichts-, Schulter- und Brustmuskulatur, für alle Gewichtsklassen geeignet und sieht dazu noch ausgesprochen chic aus...


Die folgende Teleskop-Leiter ist ein Muss für alle Do-It-Yourself-Freaks, Fensterputzer, Einbrecher und Spanner und wäre bestimmt auch für junge Burschen, die nachts in süddeutschen Gefilden zum Fensterln um die Häuser ziehen, eine überaus nützliche Requisite. Aber Achtung – wer hoch steigt, kann tief fallen!


Besonders sinnvoll für jeden Amerikaner, der sein von der Verfassung geschütztes Recht auf Selbstverteidigung mit der Waffe in jeder Lebenslage garantiert sehen möchte, ist "The Back Up", die praktische Gewehrhalterung fürs Bett. Da hat er seine Flinte auch nachts stets griffbereit, falls mal wieder ungebetene Terroristen oder anderes Gesindel durch sein trautes Heim schleichen sollten. Und wer auf Nummer Sicher gehen will, erwirbt gleich zwei dieser Sicherheitsgaranten – denn so mancher Linksschläfer soll auch schon mal rechts wach geworden sein (und umgekehrt)…



Idee und Quelle: sueddeutsche.de


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Samstag, 7. Juli 2007

Toiletten-Artikel

Wer hätte das gedacht? Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts gfk verbringen Männer im Schnitt mehr Zeit auf der Toilette als Frauen.

Und jeder zweite Erwachsene liest auf dem Klo: Der Herr der Schöpfung greift dabei vorwiegend zu Tageszeitungen oder Computerzeitschriften, während die Damenwelt – wen wundert's – sich die Zeit mit Romanen oder Frauenmagazinen verkürzt. Ob da allerdings beleuchtete Klobrillen ausreichend Licht zum Lesen bieten, lässt sich mit Fug und Recht bezweifeln… Dieses Beleuchtungsproblem hat die jüngere Generation nicht: Die Altersgruppe von 14 bis 29 erledigt auf dem "stillen" Örtchen gerne mal eine dringende SMS und/oder übertönt die anfallenden Umgebungsgeräusche mit Musik vom MP3-Player (Quelle: Netzeitung).

Und damit nicht alles, was in der Toilette heruntergespült wird, auf immer und ewig verloren ist, hat der russische Luft- und Raumfahrtkonzern RSC Energia eine Urin-Recycling-Toilette entwickelt. Die Nasa hat jetzt diesen Hightech-Abort, der Urin wieder zu Trinkwasser umwandelt, für 19 Millionen Dollar aufgekauft. Ab 2008 soll diese Trinkwasser-Aufbereitungsanlage dann im amerikanischen Teil der Internationalen Raumstation ISS eingesetzt werden. Mhhhh – lecker!

Toiletten lassen sich neuerdings auch mit Erfolg zu Werbezwecken einsetzen, wie dieses Beispiel für Guerilla-Marketing anschaulich zeigt:


An dieser Stelle meines Toiletten-Artikels möchte ich noch mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufräumen: Man sagt ja gemeinhin, dass nur Frauen gern zu zweit oder zu dritt aufs Klo gehen. Dass dies auch für Männer gilt, sieht man hier:


Und dass auch Frauen das Örtchen in dringenden Fällen zuweilen allein aufsuchen, beweist diese junge Dame:


Natürlich ist es ratsam, sich vorher davon zu überzeugen, dass die Toilette auch nicht anderweitig belegt ist!


Anders bei dieser Katze: Als sie sieht, dass ihr der fette Happen durch die Lappen gegangen ist, macht sie sich frustriert Luft…


Auf anderen Toiletten wiederum sagt man sich unwillkürlich: "Was für eine Schweinerei!"


In diesem Sinne: Gute Verrichtung allerseits!


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