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Don Farrago

Sonntag, 13. April 2008

Ein Plausch mit der Mona Lisa

Wollten Sie die Mona Lisa schon immer mal fragen, warum sie rasierte Augenbrauen hat? Oder möchten Sie Jesus und seine Jünger beim letzten Abendmahl belauschen? Vielleicht wollen Sie lieber von der Venus von Milo persönlich Details aus ihrem Leben erfahren? Oder sich bei der Arnolfini-Hochzeit unter die Gäste mischen? Alles kein Problem, wenn Sie mobil und des Koreanischen mächtig sind!

In der "Alive Gallery" in Seoul (Südkorea) wird diese interaktive Auseinandersetzung mit Kunst durch neueste IT-Technik möglich. In dreidimensionalen Animationen von 62 berühmten Gemälden und Kunstwerken geben die dargestellten Personen bereitwillig Auskunft über ihr Leben und die Entstehung der Werke. Speziell für Kinder ergibt sich so eine völlig neuartige Möglichkeit, sich dem Thema Kunst anzunähern.

Der Besucher sollte allerdings nicht enttäuscht sein, wenn die Hologramme allzu intime Fragen zu ihrem Privatleben nicht erschöpfend beantworten. Für so etwas hat die Mona Lisa nur ein vielsagendes Augenzwinkern übrig…

Weitere Videos zum Thema gibt es hier (mit englischem Kommentar) und hier (mit deutschem Kommentar).


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Montag, 10. Dezember 2007

A Tribute to Otis Redding

Noch heute zählt Otis Redding, der am 10. Dezember 1967 im Alter von nur 26 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, zu den bekanntesten und einflussreichsten R&B- und Soul-Interpreten der Welt. In seiner kurzen Karriere gehörte er neben James Brown zu den schwarzen Künstlern, die Black Music in zunehmendem Maße auch für "weiße" Ohren hof- und salonfähig machten.

Seine ersten musikalischen Gehversuche unternahm er im Gospel-Chor seiner örtlichen Baptistengemeinde, bereits als Teenager gewann er zahlreiche Talentwettbewerbe, und ab 1960 nahm er – stark beeinflusst von den musikalischen Stilen von Little Richard und Sam Cooke – seine ersten eigenen Platten auf. Sein erster Solo-Hit war "These Arms of Mine" (1962), und nach etlichen weiteren Single-Veröffentlichungen, die allerdings alle nur im Mittelfeld der R&B-/Soul-Charts rangierten, landete er 1965 mit "Mr. Pitiful" seinen ersten Top 10-Hit in diesen Charts.

Es folgten weitere Hits wie "I've Been Loving You Too Long" (1965), "Respect" (1965, später ein Riesenerfolg für Aretha Franklin), "That's How Strong My Love Is" (1965), "I Can't Turn You Loose" (1965), "My Girl" (1965), "Satisfaction" (1966), "Fa-Fa-Fa-Fa-Fa (Sad Song)" (1966), "Try a Little Tenderness" (1967), "I Love You More Than Words Can Say" (1967), "Shake" (1967), "Glory of Love" (1967) sowie zwei Singles, die er gemeinsam mit Carla Thomas aufnahm: "Tramp" (1967) und "Knock on Wood" (1967).

Auf einer Europa-Tournee im Frühjahr 1967 erlebte er zum ersten Mal, wie ihm auch eine weiße Zuhörerschaft zujubelte, und seinen größten Popularitätsschub erfuhr er durch seinen Auftritt beim legendären Monterey Pop Festival im Juni 1967.

Otis Redding Live at Monterey (17. Juni 1967)

Doch auf diesem Höhepunkt seiner stimmlichen und musikalischen Entwicklung schlug das Schicksal zu: Am 10. Dezember 1967 stürzte das Flugzeug, mit dem er auf dem Weg zu einem Konzert in Cleveland, Ohio war, aus bis heute noch ungeklärter Ursache in den vereisten Winono-See bei Madison, Wisconsin. Otis Redding und vier Mitglieder seiner Begleitband The Bar-Keys kamen dabei ums Leben. So konnte er den Erfolg seiner wenige Tage zuvor aufgenommenen Single "(Sitting on) The Dock of the Bay" nicht mehr miterleben, die ihm posthum seine erste Nr. 1-Platzierung auch in den Pop-Charts bescheren sollte.


Nach seinem Tode wurden noch viele weitere Singles und LPs mit unveröffentlichten Liedern von ihm auf den Markt gebracht. Den wohl besten Einblick in seine musikalische Genialität liefert die DVD "Dreams To Remember: The Legacy of Otis Redding", die im September 2007 veröffentlicht wurde. Neben vielen weiteren Ehrungen, die ihm posthum zuteil wurden, wurde er im Jahre 2004 vom Musikmagazin "Rolling Stone" in die Liste der "Top 100 Immortals" aufgenommen. Hier wird er an Nummer 21 geführt; damit rangiert er noch vor Künstlern und Gruppen wie U2, Bruce Springsteen, Prince, The Who, Michael Jackson, Madonna, The Doors, Elton John, Tina Turner und AC/DC.

Man kann nur ahnen, welche musikalischen Highlights uns dieser Mann noch hätte bescheren können, wenn ihm ein längeres Leben vergönnt gewesen wäre! Für mich gehört er jedenfalls auch so zu den ganz GROSSEN.

Thank you for your music, Otis!


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Freitag, 27. April 2007

Sarah Connor covert Marvin Gaye (Video)

Sarah Connors neues Album “Soulicious” ist ein Tribut an die Soul- und Motown-Musik der 60er und 70er Jahre und enthält neben der Eigenkomposition "Soulicious" 13 mehr oder weniger gelungene Cover-Songs von Soul-Größen wie Aretha Franklin, Gladys Knight, Stevie Wonder und Marvin Gaye. Übrigens erhielt Sarah als erste Musikerin außerhalb der USA von Motown die Rechte zur Nutzung der Masterbänder für Songs des 1984 verstorbenen Marvin Gaye!

Am 23. April nun war Sarah zu Gast bei TV Total, und hier sang sie im Duett mit Stefan Raab “Your Precious Love“, einen Song, den Marvin Gaye 1967 mit Tammi Terrell eingesungen hat. Und ich finde, das war gar nicht mal so schlecht! Die Beiden schmachten sich regelrecht an…

Sarah Connor & Stefan Raab: “Your Precious Love” (Dauer: 3:31 min.)

Ich als alter Marvin Gaye-Fan ziehe da allerdings immer noch das Original vor...

Und noch ein Schmankerl für alle eingefleischten Sarah Connor-Fans: Hier gibt’s Sarahs kompletten TV-Total-Auftritt! (Dauer: 10:45 min.)



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Montag, 26. März 2007

R-E-S-P-E-C-T, Soul Lady Aretha... and Happy Birthday!

Da musste die Soul-Prinzessin der "Neuzeit", Joss Stone, nicht lange überlegen, als sie nach einem Song gefragt wurde, der sie zu Tränen rührt: "'I Say A Little Prayer' in der Version von Aretha Franklin. Markerschütternd, wie sie jedes einzelne, gesungene Wort mit dem Maximum an Gefühl belegt. Das ist Soul in seiner reinen Art“, so die junge Britin kürzlich in einem Interview.


Aretha Franklin, die unumstrittene "Queen of Soul", das weibliche Pendant zu James Brown, wurde am 25. März 2007 65 Jahre alt. Mit Soul, nichts als dem schwarzen Soul hat sie in den 60er und 70er Jahren triumphale Erfolge gefeiert. Nach ihrem Durchbruch mit "Respect" bei Atlantic Records konnte sie mit "Chain of Fools", "Baby I Love You", "A Natural Woman" oder "Think" weitere Riesenhits nachlegen.

Aber es kamen auch ruhigere Zeiten. Ihre Scheidung, ihre vier Söhne (den ersten bekam sie mit 15!) und der Ruhm kosteten Kraft. Trotzdem blieb sie nie stehen, viele weitere Alben folgten, und stets blieb sie sich treu: Alben wie "Amazing Grace" (1972), "Who's Zoomin' Who" (1985) oder "A Rose is Still A Rose" (1998) sind brillante Highlights. Heute noch arbeitet sie mit Künstlern wie George Michael, Elton John, Whitney Houston oder P. Daddy zusammen und überzeugt immer wieder mit ihrer grandiosen Fähigkeit, die Grenzen zwischen den Musikstilen aufzuheben und sich auf Neues einzulassen.

Inzwischen hat sie ihr eigenes Label "Aretha's Records" gegründet, bei dem bis zum Jahresende die neue CD "Aretha: A Woman Falling Out Of Love" erscheinen soll. In den kommenden Monaten soll ein Musical über ihr Leben anlaufen, die Hollywood-Studios stehen schon für eine Filmversion in den Startlöchern – als Hauptdarstellerin ist Oscar- Preisträgerin Jennifer Hudson ("Dreamgirls") im Gespräch. Aretha selbst kann es sich allerdings noch eine Nummer größer vorstellen: "Ich hätte gern, dass drei verschiedene Frauen mich spielen", sagt sie.

Das nenne ich Black Power vom Feinsten! Thank you for the music, Aretha, and RESPECT, baby!

Aretha Franklin: Respect (1966)


(via AP und dpa)


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Dienstag, 6. März 2007

Joss Stone Live am 5.3. bei TV Total! (Video)


Hier noch ein kleiner Nachschlag zu meinem Artikel über das neue Album von Joss Stone: das Video ihres Live-Auftritts bei Stefan Raab vom 5. März 2007!



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CD-Tipp: Introducing Joss Stone (ab 9. März)

Die junge Engländerin Joss Stone wird wegen ihrer unverwechselbaren bluesig-funkigen Stimme schon heute in einem Atemzug mit Janis Joplin und Aretha Franklin genannt. Von ihren beiden ersten Alben "The Soul Sessions" (2003) und "Mind, Body & Soul" (2004) wurden weltweit über 7,5 Millionen Exemplare verkauft.

Sie wurde für fünf Grammys nominiert (einen erhielt sie 2007), trat mit James Brown, den Rolling Stones, Stevie Wonder, Elton John, Patti Labelle, Mavis Staples, Donna Summer und Smokey Robinson auf, wurde von Oprah Winfrey interviewt und sang beim Live 8 Concert 2005 vor über 200.000 Menschen – und das alles als "Teenager"!

Während sie zu Zeiten von "Mind, Body & Soul" noch als mädelig-moppeliges Blondchen über die Bühne wuselte (s.o.), präsentiert sie sich jetzt, im Alter von knapp 20 Jahren, in neuem Look und kommt etwas "gereifter", rotbraun-gelockt, sexy und ein wenig vampmäßig daher. Aber immer noch begeistert sie mit dem gewissen rauchig-verruchten Timbre in ihrer Stimme, und nach wie vor tritt sie wie Janis Joplin barfüßig auf (wie in diesem Video ihres Auftritts vom 5. März bei Stefan Raab zu sehen).

Am 9. März kommt ihr drittes Album "Introducing Joss Stone" in den Handel; hier kann man sich die Songs vor dem offiziellen Release schon mal anhören, und hier gibt's das offizielle Video der ersten Single-Auskopplung "Tell Me 'Bout It" (gemeinsam mit US-Rapper "Common").

Ein absolutes Muss für alle R&B&Soul&Funk-Fans!


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Dienstag, 26. Dezember 2006

James Brown R.I.P.

Letzte Woche bin ich beim Zappen bei einer Art "Best of..."-Sendung von TV Total hängen geblieben, da ging es um Stefan Raabs besonderes Verhältnis zu James Brown. Und hier konnte man die Kodderschnauze der Nation zum ersten Mal nervös und befangen erleben, sowohl anlässlich seiner ersten Begegnung mit dem "Godfather of Soul" in einem Hotel als auch bei dessen TV Total-Auftritt. Und ich dachte mir noch "Wow, ein paar Werte gibt's für den Raab also doch noch..."

Auch für mich war James Brown einer der größten musikalischen Wegweiser der letzten 50 Jahre – der Inbegriff von Soul und Funk. In den letzten Wochen ist er noch mehrfach aufgetreten, am Silvesterabend wollte er am Times Square in New York zwei Shows zum Jahresausklang geben, für Januar waren mehrere Auftritte in Kanada geplant – doch es kam alles ganz anders...

Am Heiligabend wurde er mit einer Lungenentzündung ins Emory Crawford Long Hospital in Atlanta/Georgia eingeliefert und starb dort am 1. Weihnachtstag um 7.45 Uhr MEZ im Alter von 73 Jahren an Herzversagen.

Hier mein absoluter Lieblings-Song von James Brown, aufgenommen im Jahre 2004: "It's a Man's Man's Man's World".

Lieber James, du warst zwar im Leben nicht immer ein braver Bube, aber ich kann mir vorstellen, dass jetzt viele mitgrooven werden, wenn du dein "I Feel Good" aufs himmlische Parkett legst...

Hommage zu James Browns 70. Geburtstag auf sueddeutsche.de
Fotostrecke James Brown auf FAZ.NET

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