Zum Ausklang des Specials "Summer of Love" präsentiert Arte heute Abend (und am Freitag Nachmittag) das absolute Highlight der Serie: den Film "Woodstock – 3 Days of Peace and Music" im Director's Cut.
Dieser fast vierstündige Film dokumentiert (teilweise im damals bahnbrechenden Split-Screen-Verfahren) das spektakulärste Open-Air-Concert aller Zeiten, das im August 1967 Geschichte schrieb und über 400.000 Musicfans anlockte. Er wirft einen Blick hinter die Kulissen des Kult-Events und bietet ein Wiedersehen mit Jimi Hendrix, The Who, Janis Joplin, Santana, The Ten Years After, Joe Cocker, Crosby, Stills and Nash, Country Joe and The Fish, John Sebastian, Joan Baez, Richie Heavens, Canned Heat, Jefferson Airplane und anderen Koryphäen der Rock- und Bluesszene.
Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack mit Jimi Hendrix und seiner legendären "Coverversion" der amerikanischen Nationalhymne:
Der Film läuft im Original mit deutschen Untertiteln und beginnt heute (am 21. August) um 20.40 Uhr, also unbedingt vormerken! Und als kleinen Trost für all diejenigen, die heute nicht dabei sein können, gibt es am Freitag, dem 24. August um 14.30 Uhr, eine Wiederholung.
Heute vor 36 Jahren starb Jim Morrison, der charismatische Leadsänger der Doors, unter noch immer nicht vollständig geklärten Umständen in Paris.
Jim Morrison, der 1943 in Melbourne/Florida geboren wurde, begann schon in früher Jugend mit dem Schreiben von Gedichten. Sein Studium der Film- und Theaterwissenschaften in LA brach er 1965 ab und gründete gemeinsam mit Ray Manzarek, Robbie Kreiger und John Densmor die Band "The Doors". Ende 1967 landete die Truppe mit "Light My Fire" ihren ersten Megahit, und bald schon avancierte sie zu einer der angesagtesten Blues- und Rockbands der 60er Jahre.
Doch Jimmys exzessiver Lebensstil forderte bald seinen Tribut. Drogen und Alkohol bestimmten sein Leben, er fühlte sich unverstanden und haderte mit seinem Image als Sexsymbol. Daher zog er sich nach Paris zurück, wo er am 3. Juli 1971 tot in der Badewanne eines Hotels aufgefunden wurde. Exakt an seinem Todestag erschien die letzte von ihm besungene Doors-Single "Riders on the Storm".
Auch heute noch ist der Kult um Jim Morrison und die Doors ungebrochen, und jedes Jahr zu seinem Todestag pilgern Tausende von Fans zu seinem Grab auf dem Pariser Prominentenfriedhof Père Lachaise.
Hier zur Erinnerung an diesen genialen Sänger einer der besten Songs der "Doors", der den düsteren Soundtrack zum Anti-Kriegsfilm "Apocalypse Now" von Francis Ford Coppola lieferte: "The End" in einer Aufnahme des kanadischen Fernsehens aus dem Jahre 1967.
Exakt vor 40 Jahren, vom 16. bis zum 18. Juni 1967, strömten ca. 200.000 Musikfans in das (bis dahin) verschlafene kalifornische Pazifik-Städtchen Monterey und (er)lebten die Geburt der Mutter aller Pop- und Rockfestivals.
Zwei Jahre vor Woodstock ist das friedliche, haschgeschwängerte Mammutkonzert der Auftakt für den "Summer of Love" und für die neue Kultur der Hippie-Generation mit ihrer Botschaft von Liebe, Frieden und Freiheit. Zu dem dreitägigen Festival in den County Fairgrounds der Stadt südlich von San Francisco kommt fast alles, was in der Musikszene Rang und Namen hat: Janis Joplin mit Big Brother & The Holding Company, Eric Burdon & the Animals, The Mamas & The Papas, Canned Heat, Simon & Garfunkel, The Grateful Dead, Otis Redding, Jefferson Airplane, Buffalo Springfield, Ravi Shankar, The Who, The Byrds, Scott McKenzie und und und…
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Alle Musiker treten ohne Gage auf – na ja, nicht alle… der indische Künstler Ravi Shankar, der mit seiner Sitar für einen ganzen Nachmittag angeheuert worden ist, erhält schlappe 3000 Dollar für seinen Auftritt. So etablierte Bands wie die Beatles (die gerade ihr Sergeant Pepper-Album herausgebracht haben und in deren damaliges Saubermann-Image ein Auftritt nicht gepasst hätte) und die Rolling Stones (die ihre Chance dann allerdings später in Woodstock wahrnehmen sollten) glänzen durch musikalische Abwesenheit. Immerhin: Paul McCartney tut sich als Co-Organisator hervor, und Brian Jones von den Stones ist ebenfalls vor Ort und stellt einen bis dato in den USA noch relativ unbekannten jungen Gitarren-Virtuosen als "König des Festivals" vor. Und dieser junge Satan der Saiten mit dem Namen Jimi Hendrix sorgt nicht nur musikalisch für Furore. Seine Gitarren-Verbrennung zum Song "Wild Thing" von den Troggs geht in die Geschichte ein: "Als ich meine Gitarre verbrannte, war das wie ein Opfer", erklärte er im Rückblick. "Man opfert die Dinge, die man liebt."
Die Stimmung unter den Fans auf den Fairgrounds ist trotz des riesigen Ansturms bestens. Alles ist perfekt organisiert. Es gibt keine Gewalt, keine Ausfälle, keine Festnahmen. "Das Letzte, was die Polizei wollte, waren 200.000 Hippies in der Stadt", erzählte kürzlich nach Angaben der Zeitung "USA Today" der Musikproduzent und Mitorganisator Lou Adler. Selbst die das Schlimmste erwartende und deshalb mit Helm und Schlagstock angerückte Polizei-Armada lässt sich von der grassierenden Flower-Power-Stimmung anstecken. "Schon am Samstagmorgen trugen auch die Polizisten Blumen am Gürtel." Der viel gerühmte Dokumentarfilm "Monterey Pop" von Regisseur Don Alan Pennebaker fängt die magische Stimmung gänsehautmäßig ein.
So, und jetzt wird's Zeit für ein paar musikalische Highlights! Als Ersten habe ich mir Eric Burdon rausgesucht, der mit seinem Song "Monterey" das Thema der Veranstaltung auf den Punkt bringt…
The Who: Summertime Blues
Janis Joplin: Ball and Chain (Bei 3:30 min. sieht man übrigens "Mama Cass" Elliot von "The Mamas & the Papas", und auch die ist hin und weg!)
The Mamas & The Papas: Straight Shooter
Jefferson Airplane: High Flyin' Bird
Jimi Hendrix: Rock me Baby (mit ehrfurchtsvoller Einführung von Pete Townshend)
…und schließlich: Jimi Hendrix mit "Wild Thing" und dem Tod seiner Stratocaster…
Für alle, die jetzt Blut geleckt haben: WDR 2 erinnert mit einem "Flower-Power-Tag" an das Monterey Pop Festival. 40 Jahre nach dem legendären Konzert wird am Sonntag, 17. Juni, den ganzen Tag lang die Musik der Blumenkinder und ihrer Nachfahren zu hören sein. Von morgens bis abends beleuchtet WDR 2 die Hippie-Kultur und die Generation von "Love and Peace". Und die WDR 2 Soundfiles am Abend bringen schließlich die besten Ausschnitte aus dem Monterey Pop Festival von 1967. Enjoy!!!!
Kaum zu glauben, aber wahr: Joe Cocker, das "Stehaufmännchen" der Rockmusik, wird heute 63 Jahre alt. Kaum jemand aus der Szene hat so viele Ups & Downs erlebt wie er, aber immer wieder hat er sich aufgerappelt. Auch 39 Jahre nach seinem ersten Hit "Marjorine" sind die Konzerte seiner Tourneen stets ausverkauft, und sein Auftritt in Woodstock im August 1969 mit dem inbrünstigsten Schrei der Rockgeschichte ist auch heute noch legendär.
With A Little Help From My Friends, Woodstock 1969
Im April dieses Jahres brachte Joe Cocker, "die beste weiße Bluesstimme aller Zeiten", sein aktuelles Album "Hymn For My Soul" heraus, und unter diesem Motto steht auch seine neue Welttournee, die im Juli beginnt. Im Rahmen dieser Tournee kommt er im Oktober auch wieder zu mehreren Konzerten nach Deutschland, doch wer ihn live erleben möchte, sollte sich sputen: Im Vorverkauf wurde bereits ein Großteil der Karten abgesetzt. Bei seiner letzten Tour begeisterte er im Frühjahr 2005 allein in Deutschland rund 200.000 Fans.
Ich habe mir meine Karten jedenfalls schon gesichert! Für alle, die noch keine Karte haben: Hier gibt's den Tourneeplan einschließlich Ticket-Bestellservice. Viel Glück!