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Don Farrago

Dienstag, 20. März 2007

Knut und seine "Geschwister"?


Zu einer Zeit, in der in deutschen Landen Neugeborene aus dem Fenster geworfen werden, Kleinkinder wie Vieh ausgesetzt werden, Ausländer angegriffen werden – da steht das Volk auf: Knut muss leben!

Dass dieser Eis-Baby-Bär das (zugestandenermaßen niedliche) Produkt einer Zoo-Inzest-Aufzucht ist, wird dabei vergessen...

Meine gute Güte – wenn doch nur jedes Baby in Deutschland so viel Aufmerksamkeit
erfahren würde!



Naja, das musste aus aktuellem Anlass mal raus.






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Donnerstag, 8. März 2007

BenQ und der Fußball: Ruf ruiniert, Verhalten ungeniert

Das CL-Achtelfinale zwischen Bayern München und Real Madrid bescherte SAT.1 in der Spitze 4,08 Mio. Zuschauer und einen Marktanteil von 34,3%. Da waren sicher etliche darunter, denen das Bier schal geschmeckt hat oder denen die Snacks im Halse stecken geblieben sind, als sie gesehen haben, welcher Schriftzug noch auf der Brust der Real-Spieler prangt!

Im Rahmen einer gewaltigen Marketingkampagne wurde im Jahre 2005 BenQ als neuer Hauptsponsor von Real Madrid eingeführt. BenQ trat damit auch im Sport-Sponsoring in die Fußstapfen von Siemens Mobile und lässt sich dieses fünfjährige Engagement 24 Mio. Euronen/Jahr kosten. Zwar hieß es nach der BenQ-"Insolvenz", der Vertrag mit Real sei aufgelöst, doch kann ich mir schlecht vorstellen, dass die Madrilenen den Schriftzug des Pleitegeiers aus lauter Mitleid weitertragen!

Als Nachfolger wurde zwischenzeitlich der deutsche Energieriese E.on (im Rahmen der geplanten Übernahme des spanischen Versorgers Endesa) gehandelt, doch der will mittlerweile auch kleinere Brötchen backen (s. Bilanz-Pressekonferenz vom 7. März). Und auch der Sportwettenanbieter Bwin ist noch nicht als Nachfolger bestätigt.

Also wird BenQ weiterhin aus irgendeiner Portokasse Geld für Real Madrid lockermachen müssen, und dass diese Kasse ganz gut gefüllt ist, zeigt folgende Nachricht: Kurz bevor im BenQ-Werk in Kamp-Lintfort endgültig die Lichter ausgingen, präsentierte sich BenQ stolz als Co-Sponsor für die Fußball-Europameisterschaft 2008, mit einem Volumen von 15 Mio. €.

Das ist – mal ganz abgesehen davon, dass es sich marketingmäßig als Eigentor herausstellen könnte – schlechter Stil, Herr Kun-Yao Lee, und eine Beleidigung für diejenigen, deren Arbeitsplätze wissentlich vernichtet wurden! Da spricht mir Michael Leucker, Ex-Gesamtbetriebsratsvorsitzender von BenQ Mobile, aus der Seele:

"Das ist ein Schlag ins Gesicht für die ehemalige Belegschaft", so Leucker gegenüber manager-magazin.de. "Auch wenn der europäische Markt für BenQ wichtig ist, dieses Verhalten ist ein klarer Stilbruch und in meinen Augen menschenverachtend".

Foto: dpa
Genauso isses...



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Freitag, 16. Februar 2007

Milli Vanilli: Eine "Erfolgsstory" wird verfilmt

Wer erinnert sich nicht an Songs wie "Girl You Know It's True" von Milli Vanilli? Im Oktober 1991 "enthüllte" der Produzent der Gruppe Milli Vanilli, Frank Farian, eine der aufsehenerregendsten Betrugsaktionen der Popgeschichte: Das erfolgreiche Duo hatte keine einzige Note selbst gesungen und nur zu dem Gesang von Profi-Sängern die Lippen bewegt.

Die Presse sprach seinerzeit von "zwei Vocal-Gangstern", die ihre Fans betrogen hätten. Die Band musste ihren Grammy zurückgeben, den sie 1990 als bester Newcomer erhalten hatte, es kam zu Prozessen und Schadensersatzforderungen. Milli Vanilli hatten vorher mehrere Number-1- und Top-10-Hits gelandet und zählten zu den absoluten Großverdienern im Popgeschäft. Nach der Enthüllung kam der tiefe Fall für Fabrice Morvan und Robert Pilatus. Morvan arbeitete danach als Französischlehrer und Rundfunkmoderator, Pilatus geriet auf die schiefe Bahn und nahm sich 1998 nach zahlreichen Drogenexzessen das Leben.

Nun wird die Geschichte um die beiden schillernden "Strohsänger" verfilmt. Das Drehbuch stammt von Jeff Nathanson ("Rush Hour 2", "Rush Hour 3", "Catch Me If You Can"), der auch Regie führen wird. Produziert wird der Film von Kathleen Kennedy, und auch Fabrice Morvan arbeitet an der Produktion mit.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch hier schon wieder der pfiffige Frank Farian seine Finger im Spiel hat. An dem Verkauf der Rechte verdient er mit Sicherheit gut mit, und wenn der Film nur halbwegs ein Erfolg wird, setzt bestimmt wieder ein Run auf die alten Milli-Vanilli-Hits ein... denn: Sooo schlecht war die Musik schließlich nicht!

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Sonntag, 11. Februar 2007

Mike Tyson und der verflixte 11. Februar

Der 11. Februar hat schon zwei Mal eine "niederschmetternde" Rolle im skandalumwitterten Leben von Mike Tyson gespielt: Am 11.2.1990 kassierte er nach 37 erfolgreich bestrittenen Profikämpfen in Tokio seine erste Niederlage im Titelkampf gegen James "Buster" Douglas, am 11.2.1992 wurde er wegen Vergewaltigung einer 18-Jährigen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Danach geriet er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt.

Und am 26. Februar steht er in Arizona wegen Drogenbesitzes und Fahrens unter Drogeneinfluss erneut vor Gericht. Wenn er da verurteilt wird, braucht er wahrscheinlich eine Sondergenehmigung, damit er seinen nächsten Gerichtstermin wahrnehmen kann. Der ist nämlich bereits für den 7. März angesetzt – im brasilianischen Sao Paulo, wegen tätlichen Angriffs auf einen Kameramann.

Jetzt können wir nur noch hoffen, dass er den heutigen 11. Februar ohne einschneidende Erlebnisse übersteht...

Hier gibt es einen Überblick über die größten Skandale in seinem Leben – und auch seine wechselhafte sportliche Karriere kommt auf den tollen Fotostrecken nicht zu kurz.

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