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Don Farrago

Samstag, 17. März 2007

Hingucker: Prämierte Werbekampagnen 2006

Seit über 40 Jahren werden bei den Econ-Awards herausragende kreative Leistungen der Medien- und Kommunikationsbranche mit dem silbernen Megaphon prämiert, die dann anschließend im "Jahrbuch der Werbung" (JdW) ausführlich vorgestellt werden.

Soeben ist das JdW 2007 erschienen, und hier schon mal meine kleine, rein subjektive Auswahl der besten Fotos preisgekrönter Kampagnen:

TBWA\ Deutschland für Adidas: Deckenfresko im Kölner Hbf. zur WM 2006

TBWA\Deutschland für Adidas: "Oliver-Kahn-Brücke" über der Autobahn zum Münchner Flughafen (WM 2006)

TBWA\Deutschland für Apple: Was der iPod alles kann

BBDO: Design der Lastwagenplane für Pepsi light

Heye & Partner für McDonald's: Der WM-Burger

Publicis für L'Oréal: Strohhaare

Agentur Heimat für Hornbach: Es gibt immer was zu tun

Diese und weitere tolle Fotos sowie nähere Infos zu sämtlichen Preisträgern gibt es auf der JdW-Homepage, bei SpOn (Fotostrecke Werbewirtschaft) und bei den jeweiligen Werbeagenturen.

Da lohnt sich das Stöbern! Und noch ein Hinweis an alle argwöhnischen Leser (im Rahmen der aktuellen Blogger-Ethik-Diskussion bei DonAlphonso, Nerdcore und Telegehirn): Dieser Bericht ist nicht gesponsort...


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Donnerstag, 8. März 2007

BenQ und der Fußball: Ruf ruiniert, Verhalten ungeniert

Das CL-Achtelfinale zwischen Bayern München und Real Madrid bescherte SAT.1 in der Spitze 4,08 Mio. Zuschauer und einen Marktanteil von 34,3%. Da waren sicher etliche darunter, denen das Bier schal geschmeckt hat oder denen die Snacks im Halse stecken geblieben sind, als sie gesehen haben, welcher Schriftzug noch auf der Brust der Real-Spieler prangt!

Im Rahmen einer gewaltigen Marketingkampagne wurde im Jahre 2005 BenQ als neuer Hauptsponsor von Real Madrid eingeführt. BenQ trat damit auch im Sport-Sponsoring in die Fußstapfen von Siemens Mobile und lässt sich dieses fünfjährige Engagement 24 Mio. Euronen/Jahr kosten. Zwar hieß es nach der BenQ-"Insolvenz", der Vertrag mit Real sei aufgelöst, doch kann ich mir schlecht vorstellen, dass die Madrilenen den Schriftzug des Pleitegeiers aus lauter Mitleid weitertragen!

Als Nachfolger wurde zwischenzeitlich der deutsche Energieriese E.on (im Rahmen der geplanten Übernahme des spanischen Versorgers Endesa) gehandelt, doch der will mittlerweile auch kleinere Brötchen backen (s. Bilanz-Pressekonferenz vom 7. März). Und auch der Sportwettenanbieter Bwin ist noch nicht als Nachfolger bestätigt.

Also wird BenQ weiterhin aus irgendeiner Portokasse Geld für Real Madrid lockermachen müssen, und dass diese Kasse ganz gut gefüllt ist, zeigt folgende Nachricht: Kurz bevor im BenQ-Werk in Kamp-Lintfort endgültig die Lichter ausgingen, präsentierte sich BenQ stolz als Co-Sponsor für die Fußball-Europameisterschaft 2008, mit einem Volumen von 15 Mio. €.

Das ist – mal ganz abgesehen davon, dass es sich marketingmäßig als Eigentor herausstellen könnte – schlechter Stil, Herr Kun-Yao Lee, und eine Beleidigung für diejenigen, deren Arbeitsplätze wissentlich vernichtet wurden! Da spricht mir Michael Leucker, Ex-Gesamtbetriebsratsvorsitzender von BenQ Mobile, aus der Seele:

"Das ist ein Schlag ins Gesicht für die ehemalige Belegschaft", so Leucker gegenüber manager-magazin.de. "Auch wenn der europäische Markt für BenQ wichtig ist, dieses Verhalten ist ein klarer Stilbruch und in meinen Augen menschenverachtend".

Foto: dpa
Genauso isses...



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