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Don Farrago

Mittwoch, 27. Juni 2007

Wikimedia: Atze Schröder vom LG Hamburg abgestraft

Eigentlich bietet dieser Rechtsstreit selbst schon genug Stoff für eine eigene Realsatire oder Comedy-Serie: Der Comedian hatte dem für Wikipedia verantwortlichen Wikimedia-Verein eine Abmahnung verpasst, samt Aufforderung zu einer Unterlassungserklärung, weil sein Realname bei Wikipedia genannt wurde. Arne Klempert, Geschäftsführer von Wikimedia, sah allerdings keine Veranlassung, darauf einzugehen, und so wurde er kurzerhand von Atze Schröder verklagt.

Kurz vor dem Prozess zog Atze Schröder seine Klage dann völlig überraschend und ohne Begründung zurück. Über die Gründe kann man nur mutmaßen – vielleicht hatte er eingesehen, dass er sich auf äußerst dünnem Eis bewegte, zumal zwischenzeitlich nach langwierigen Diskussionen sein bürgerlicher Name aus dem Text des Artikels bei Wikipedia entfernt worden war. Außerdem war sein Realname schon dermaßen genüsslich in der Bloggosphäre breitgewalzt worden, dass ohnehin keine Chance auf Geheimhaltung mehr bestand.

Und jetzt kommt der Hammer: Parallel zur Klagerücknahme beantragte Herr Schröder, Arne Klempert die Kosten für den Rechtsstreit aufzuerlegen! Dieses Ansinnen konnte das Landgericht Hamburg allerdings nicht teilen und schmetterte den Antrag ab, wie Arne Klempert heute in seinem Blog berichtet:

"Der Kläger hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen."

Aber es kam für den selbsternannten Proll-Comedian noch dicker: Obwohl es hier lediglich um die Kostenfrage ging, äußerte sich die Pressekammer des LG Hamburg auch noch zur Sache selbst:

"Umstände, aus denen heraus sein Interesse an der Wahrung seiner Anonymität für den Bereich seines Privatlebens dieses berechtigte Interesse der Öffentlichkeit in einem solchen Maße überwiegen könnte, dass nicht einmal sein bürgerlicher Name öffentlich gemacht werden dürfte, hat der Kläger nicht vorgebracht."

Das heißt zwar (noch) nicht, dass man ab sofort seinen Realnamen ohne die Gefahr einer neuen Abmahnung öffentlich nennen darf – aber das ist auch gar nicht mehr nötig, den kennt jetzt ohnehin jeder, der mit offenen Augen durch die Web-Welt geht! Aber richtungsweisend ist dieses Urteil schon.

Na, das war wohl ein schöner Schuss in den Ofen, Herr Schröder – und ein herrliches Eigentor in dieser tristen, fußballfreien Sommerzeit!!



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Montag, 7. Mai 2007

Paris Hilton: Jetzt soll Arnie helfen

Am Samstag nach ihrer Verurteilung erklärte Paris Hilton den lauernden Paparazzi: "Ich habe die Wahrheit gesagt. Ich finde, dass ich unfair behandelt wurde und die Strafe grausam und unpassend ist und ich das nicht verdiene." Sprachs – und ging erst mal schick shoppen. In der Zwischenzeit hat sie nun ihren Pressesprecher Elliot Lintz gefeuert, weil der ihr versichert hatte, sie dürfe trotz Verlusts ihres Führerscheins während der Arbeitszeit Auto fahren.

Paris Hilton nach Verlassen des Gerichtssaales (Foto: Reuters)

Mit ein bisschen Nachdenken hätte sie ja vielleicht auch selbst darauf kommen können, dass ein Führerscheinentzug bedeutet, dass man nicht Auto fahren darf. Aber wenn frau mangels eigener Hirnmasse daran gewöhnt ist, das Denken stets anderen zu überlassen, können solche Dinge halt passieren. Und wie bei uns gilt auch in den USA:
Blondheit Blödheit schützt vor Strafe nicht. Dumm gelaufen!

Und jetzt soll sie in einem zweiseitigen Bettelbrief Gouverneur Schwarzenegger um Haftverschonung angefleht haben, weil sie im Gefängnis Übergriffe von Leuten befürchtet, die sich auf ihre Kosten profilieren wollen.

Zumindest bei Todesurteilen ist Arnie S. ja dafür bekannt, dass er sich einer Begnadigung konsequent verschließt. Ob er in diesem "Sonderfall" dem Gnadengesuch stattgibt, bleibt abzuwarten…

Da kann man nur sagen: "Arnie, bleib hart!"



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Sonntag, 15. April 2007

Die 10 teuersten Promi-Scheidungen der Welt

Das Magazin Forbes hat am 12. April erstmals eine Liste der zehn teuersten Promi-Scheidungen der Welt veröffentlicht. Den traurigen Rekord hält Pop-Sänger Neil Diamond, dessen Ex Marcia Murphey sich die Scheidung mit 150 Millionen US-Dollar versüßen ließ. Diamond habe hinterher allerdings gesagt, Marcia sei "jeden Cent wert", berichtete "Forbes". Wohl dem, der so viel Humor hat!

Er wird aber wohl bald von Basketball-Ikone Michael Jordan abgelöst werden, dessen Scheidung noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Doch dürfte seine Ex Juanita Vanoy nach Schätzungen noch weit mehr als 150 Mio. Dollar erhalten.

Hier alle Platzierungen dieser illustren Liste:

1. - Michael & Juanita Jordan (Scheidung läuft noch, geschätzte Abfindung: über 150 Mio. Dollar)

2. - Neil Diamond & Marcia Murphey (geschätzte Abfindung: 150 Mio. Dollar)


3. - Steven Spielberg & Amy Irving (geschätzte Abfindung: 100 Mio. Dollar)


4. - Harrison Ford & Melissa Mathison (geschätzte Abfindung: 85 Mio. Dollar)


5. - James Cameron & Linda Hamilton (geschätzte Abfindung: 50 Mio. Dollar)


6. - Paul McCartney & Heather Mills (Die schmutzige Wäsche ist noch nicht zu Ende gewaschen; geschätzte Abfindung: über 60 Mio. Dollar)


7. - James Cameron & Linda Hamilton (geschätzte Abfindung: 50 Mio. Dollar)


8. - Michael & Diandra Douglas (geschätzte Abfindung: 45 Mio. Dollar)


9. - Lionel & Diane Richie (geschätzte Abfindung: 20 Mio. Dollar)


10. - Mick Jagger & Jerry Hall (geschätzte Abfindung: 15 bis 25 Mio. Dollar)

Da beruhigt es doch sehr, wenn man weiß, dass keiner dieser Herren nach der Scheidung am Hungertuch nagen muss...


Fotostrecke mit näheren Infos von Forbes

Artikel auf web.de




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