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Don Farrago

Samstag, 26. Juli 2008

U19-EM: DFB-Bubis sind Europameister! (Videos - alle Tore)

Was die "Großen" nicht schafften, blieb den "Kleinen" vorbehalten: Mit einem hoch verdienten 3:1-Sieg fertigte Deutschland im Finale der U19-Europameisterschaft in Jablonec (Tschechien) Italien ab und holte sich den EM-Titel.

Bereits nach 24. Minuten gingen die DFB-Junioren mit 1:0 in Führung, als Lars Bender nach Vorlage von Timo Gebhart aus 17 Metern den Ball von halbrechts unhaltbar hoch ins linke Eck hämmerte.


Ab der 36. Minute musste Deutschland mit einem Spieler weniger auskommen, als Kapitän Florian Jungwirth nach zwei gelben Karten innerhalb von zwei Minuten den Patz verlassen musste. Doch die Italiener konnten die Überzahl nie in ein spielerisches Übergewicht ummünzen, immer wieder sorgten die DFB-Nachwuchskicker aus einer sicheren Abwehr durch gefährliche Konter für Entlastung. So erzielte in der 61. Minute Richard Sukuta-Pasu mit einem 15m-Schuss (wiederum auf Vorlage von Gebhart) das 2.0.


In der 69. Minute sah auch Gentili Gelb-Rot, daher kam der italienische Anschlusstreffer durch Raggio Garibaldi in der 78. Minute sehr überraschend.


Doch praktisch im Gegenzug (79. Minute) krönte Timo Gebhart seine starke Leistung mit seinem Kopfball zum 3:1 und rückte die Verhältnisse wieder gerade.


Herzlichen Glückwunsch an die deutsche Junioren-Nationalmannschaft, an Trainer Horst Hrubesch und seinen Trainerstab zum ersten Titelgewinn seit 1992!



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Donnerstag, 24. Juli 2008

U19 EM-Finale Deutschland vs. Italien live (TV und Livestream)

Nach dem Hype um die Fußball-EM der "Senioren" fristet die Junioren-Europameisterschaft in Tschechien in Medien und Blogs ein ausgesprochenes Mauerblümchen-Dasein - sehr zu Unrecht, wie ich finde, denn auch hier wird sehenswerter Sport geboten!

Am Mittwoch Abend konnten sich die DFB-Bubis im Halbfinale dieser U19-EM durch ein Last-Minute-Tor mit 2:1 gegen Gastgeber Tschechien durchsetzen. Nachdem das Spiel nach regulärer Spielzeit 1:1 gestanden hatte, lösten die deutschen Nachwuchskicker ihr Finalticket durch den sehenswerten Siegtreffer des 18-jährigen Leverkusener Stürmers Richard Sukuta-Pasu in der 119. Minute der Verlängerung. Hier ein Video mit den Highlights des Spiels:


Als Finalgegner wartet nun am Samstag, dem 26. Juli, mit Italien ein harter Brocken auf Hrubeschs Youngster. Die Italiener hatten zuvor in ihrer Halbfinal-Begegnung Ungarn mit 1:0 bezwungen.

Das Finale wird am Samstag um 19 Uhr live von Eurosport im TV übertragen. Dazu zeigt der Sender das Finale auch als Livestream im Internet!


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Mittwoch, 25. Juni 2008

Nach verlorener EM-Wette: Lokal wird umbenannt

Er hat also tatsächlich Wort gehalten, der Wirt der angesagten Trattoria Remo's auf St. Pauli: Er hatte mit Stammgästen gewettet, Italien werde ins Finale der EURO 2008 einziehen und gegen Deutschland den Titel holen. Sollte er die Wette verlieren, werde er sein Restaurant entsprechend umbenennen.

Nach dem Ausscheiden der Squadra Azzurra im EM-Viertelfinale gegen Spanien hat Wirt Remo jetzt seinen Wetteinsatz eingelöst, und über dem Eingang des Lokals prangt der neue Name: "Zum ausgeschiedenen Italiener".

Foto: EPA/Marcus Brandt via Rompres

So sieht also ein fairer Verlierer aus! Und was ihn darüber hinaus ganz besonders sympathisch macht, ist die Tatsache, dass er auf dem Namensschild auch noch die italienische und die deutsche Flagge verewigt hat! Immerhin – seinem Umsatz wird diese Aktion mit Sicherheit nicht schaden, schließlich hat ihm die verlorene Wette auch eine Menge Publicity eingebracht.

Seine Homepage ist übrigens derzeit nicht erreichbar; entweder ist der Server mittlerweile zusammengebrochen, oder Remo hat bereits ein Redesign der Seite in der Mache… Wer mal persönlich beim "Ausgeschiedenen Italiener" vorbeischauen möchte: Das Lokal liegt direkt am Paulinenplatz in St. Pauli (--> Lageplan).


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Sonntag, 22. Juni 2008

EM 2008 Spanien – Italien 4:2 n.E.: Die Tore (Video)

Auch beim letzten Viertelfinale der Euro 2008 zwischen Spanien und Italien waren Tore zunächst Fehlanzeige. In der insgesamt an Höhepunkten armen ersten Halbzeit schafften es die Spanier nicht, ihr leichtes spielerisches und chancenmäßiges Übergewicht in Tore umzumünzen, zumal ihnen Schiedsrichter Fandel einen möglichen Elfmeter verweigerte.

In der zweiten Halbzeit übernahmen wieder die Spanier die Initiative, während die Italiener das Tempo verzögerten und versuchten, aus einer massierten Abwehr heraus zu kontern. Und so kam Italien in der 62. Minute zu seiner ersten Großchance, doch mit einem fantastischen Reflex im Stile eines Handballtorwarts parierte Casillas aus kürzester Entfernung einen Schuss des gerade erst eingewechselten Camoranesi.

Danach verließ sich Italien wieder auf die bewährte Catenaccio-Taktik und ließ die Spanier anrennen. In der 81. Minute wäre Spanien durch einen Patzer von Buffon fast zum verdienten Torerfolg gekommen: Senna zog aus gut 20 Metern ab, Buffon wollte den Ball fangen, ließ ihn durch die Finger rutschen, doch der Ball kullerte nur an den Pfosten. Und so kam es, wie es kommen musste – nach 90 Minuten plus Nachspielzeit gab es zum dritten mal in einem EM-Viertelfinale eine Verlängerung!

Die Höhepunkte der Verlängerung sind schnell aufgezählt:

92. Minute: Silva verzieht knapp aus 20 Metern.

95. Minute: Casillas pariert einen gefährlichen Kopfball von Di Natale.
Und das war's! Ein Elfmeterschießen musste im Spiel Not gegen Elend entscheiden!

Villa trifft zum 1:0 für Spanien.
Grosso gleicht für Italien aus.
Cazorla zum 2:1 für Spanien.
Casillas pariert De Rossis Schuss – weiterhin 2:1!
Senna trifft zum 3:1 für Spanien.
Camoranesi verkürzt auf 3:2.
Buffon hält gegen Güiza, es bleibt beim 3:2!
Casillas hält gegen Di Natale – weiterhin 3:2!
Fabregas haut seinen Elfer rein, 4:2 und Sieg für Spanien!

Hier das Video vom Elfmeterschießen:

Und so zieht das insgesamt aktivere (und glücklichere) Team ins Halbfinale ein. Herzlichen Glückwunsch an Spanien!

Nachtrag: Für alle, die sich noch mal die Highlights des gesamten Spiels anschauen möchten, gibt es hier noch eine etwas längere Zusammenfassung:


Übrigens: Weitere Videos mit Highlights und Toren der EM 2008 gibt's unter den früheren Posts in der Sidebar oder im Juni-Archiv meines Blogs!


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Mittwoch, 18. Juni 2008

EM Todesgruppe C: Italien weiter - alle Tore (Videos)

Zum Abschluss der Vorrunde in der "Todesgruppe" oder "Hammerguppe" C hatten theoretisch noch drei Mannschaften aufgrund der bisherigen Konstellation die Chance, ins Viertelfinale einzuziehen, wie ein Blick auf die Vorrundentabelle vor den Spielen des 17. Juni zeigt:

Alle Rechenspielereien (bis hin zum letzten Entscheidungskriterium UEFA-Koeffizient) wären also möglich gewesen, und spätestens jetzt war klar, warum die letzten Gruppenspiele zeitgleich angesetzt (und diesmal auch auf die Sekunde zeitgleich angepfiffen) wurden…

Im Spiel gegen Italien erleidet Frankreich bereits in der 8. Minute einen herben Rückschlag: Franck Ribéry, Dreh- und Angelpunkt des französischen Spiels, verletzt sich ohne "Feindeinwirkung" und scheidet mit Verdacht auf Unterschenkelbruch aus. Und es kommt noch schlimmer: In der 24. Minute kann Eric Abidal Luca Toni im Strafraum nur durch ein Foul stoppen. Konsequenz: Platzverweis für Abidal und Elfmeter für Italien. Andrea Pirlo verwandelt sicher zum 1:0 für Italien (Tor im Video weiter unten).

Da es im Parallelspiel noch 0:0 steht, wäre Italien jetzt im Viertelfinale! Und auch zur Halbzeit wäre Italien verdient weiter, nicht zuletzt aufgrund eines fulminanten Freistoßes von Grosso in der 44. Minute an den Pfosten.

Auch die 2. Halbzeit wird in beiden Spielen auf die Sekunde zeitgleich wieder angepfiffen; Frankreich (mit nur zehn Spielern) und Rumänien (gegen die bisher noch gnädigen Holländer) müssen sich entscheidend steigern, wenn sie den Traum von Viertelfinale noch wahr machen wollen! Doch in der 54. Minute bringt Holland durch ein eher zufälliges Tor von Jan Huntelaar zum 1:0 vorläufig Klarheit ins Tabellenbild:

Rumänien braucht jetzt zum Weiterkommen zwei eigene Tore (oder den Ausgleich von Frankreich gegen Italien). Aber Italien lässt sich nicht lange bitten und baut die Führung in der 62. Minute aus: Ein abgefälschter Freistoß von Daniele de Rossi schlägt unhaltbar zum 2:0 im Kasten von Gregory Coupet ein.

Hier die Tore Italiens zum 1:0 und zum 2:0 (sorry für den schlechten Sound):

In der 74. Minute die bisher größte Chance für Frankreich, doch Keeper Buffon kann einen exzellenten Schuss von Benzema bravourös parieren. Italien verlegt sich inzwischen darauf, den Vorsprung zu verwalten. Und schließlich macht im anderen Spiel Holland alles für Italien klar: Mit einem trockenen Hammer aus spitzem Winkel erzielt van Persie das 2:0 gegen Rumänien:

Danach passiert nicht mehr viel - Abpfiff in beiden Spielen, und Italien ist verdient weiter! Hier die Abschlusstabelle der Gruppe C:

Und es ist müßig, darüber zu spekulieren, was gewesen wäre, wenn Ribéry nicht so früh ausgeschieden wäre und wenn Rumänien sich gegen die Niederlage noch entscheidend aufgebäumt hätte. Also: Herzlichen Glückwunsch an die Squadra Azzurra!


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Dienstag, 10. Juni 2008

EM 2008: Darum war Hollands 1:0 KEIN Abseitstor!

Heiße Diskussionen gab es gestern beim EM-Spiel der Niederlande gegen Italien: Stand Ruud van Nistelrooy beim 1:0 im Abseits oder nicht? Selbst der vermeintliche ARD-Fußballexperte Günter Netzer war angesichts der Regelauslegung des schwedischen Schiedsrichters Peter Fröjdfeldt baff: Was nach einer deutlichen Abseitsstellung aussah, war in Wirklichkeit keine!

Hier zunächst noch einmal ein Video des strittigen Tores:

Nach der Parade von Torwart Buffon kommt der Ball zu Wesley Sneijder, der zieht scharf ab, und Ruud van Nistelrooy schiebt aus abseitsverdächtiger Position ein. Hier zur Erinnerung noch mal die offizielle Abseitsregel (Regel 11) aus dem FIFA-Regelwerk:

Hieraus lässt sich allerdings noch nicht ableiten, ob es Abseits war oder nicht. Also schauen wir uns die Torsituation noch mal genau an (Foto: dpa):

Italiens Verteidiger Christian Panucci liegt bereits während des entscheidenden Abspiels hinter der Grundlinie und hebt damit das Abseits auf. In diesem Fall greifen nämlich die Zusatzbestimmungen und Richtlinien für Schiedsrichter im FIFA-Regelwerk, in denen es heißt:

Begibt sich ein verteidigender Spieler hinter die eigene Torlinie, um einen Gegner abseits zu stellen, lässt der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen und verwarnt den verteidigenden Spieler bei der nächsten Spielunterbrechung, weil er das Spielfeld ohne Erlaubnis des Schiedsrichters absichtlich verlassen hat.

Pannucci war bereits vor der fraglichen Spielsituation von seinem eigenen Keeper Buffon bei dessen Freistoß-Parade ins Toraus befördert worden. DFB-Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell interpretierte die Regel gegenüber dem Tagesspiegel so: "Das Tor ist korrekt, die Entscheidung des Schiedsrichters richtig. Ein Abwehrspieler kann einen Angreifer nicht abseits stellen, nur weil er sich hinter der Torlinie befindet. In diesem Fall lag der Spieler unabsichtlich hinter der Linie und wird deshalb auch nicht verwarnt, wie es von der Regel im Absichtsfalle verlangt wird. Dennoch ist er Teil des Spiels und hebt damit eine Abseitsstellung auf."

Und auch Eugen Strigel, Schiedsrichter-Lehrwart des DFB und baden-württembergischer Meister des gepflegten Hochdeutsch, war der Meinung: "Der verteidigende Spieler zählt in diesem Fall mit, als wäre er auf dem Spielfeld". Ein Stürmer könne sich allerdings einer Abseitssituation durch den Aufenthalt hinter der Grundlinie entziehen.

Also: Alles korrekt, ein dickes Lob an Herrn
Fröjdfeldt – und wir alle haben wieder ordentlich was dazu gelernt…


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