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Don Farrago: Ente gut, alles gut

Sonntag, 21. Januar 2007

Ente gut, alles gut

Es war einmal ein wackerer Jägersmann im fernen Florida, der wollte seiner Familie einen leckeren Sonntagsbraten schießen. Also zog er wohlgemut hinaus, schoss eine fette Ente und trug sie hurtig nach Hause, wo er das Federvieh in den Kühlschrank legte. Als die Frau des Hauses ihrer Familie zwei Tage später einen knusprigen Braten bereiten wollte, öffnete sie die Kühlschranktür, um das Tier hervorzuholen. Da blieb ihr schier das Herz stehen: Das Objekt ihrer Begierde hob matt den Kopf und blinzelte sie aus traurigen Augen an.

So geschehen vor gut einer Woche in Tallahassee, Florida. Nachdem sie den ersten Schreck überwunden hatte, trug die Hausfrau ihrer Tochter auf, das Tier sofort ins
Killearn Animal Hospital einzuliefern. Von dort wurde die 450 Gramm schwere Ente ins Goose Creek Wildlife Sanctuary "überführt", wo sie seit dem 16. Januar wegen ihrer Schrotverletzungen am Bein und am Flügel behandelt wird.

Nach Aussagen des behandelnden Arztes David Hall konnte das Tier nur wegen seines heruntergefahrenen Stoffwechsels im Kühlschrank überleben. Er räumt seiner Patientin eine 75-prozentige Überlebenschance ein, an eine anschließende Wieder-Auswilderung sei aber nicht zu denken; das Tier werde stets ein Pflegefall bleiben.


Der Jäger hatte den Kühlschrank wohl benutzt, um frisch erlegtes Wild zwischenzulagern, bevor es ausgenommen und das Fleisch eingefroren wurde. Der gute Mann war allerdings nach diesem Vorfall zu keiner Stellungnahme zu bewegen...

Hoffentlich findet die arme Ente nach ihrer Genesung eine liebe Pflegefamilie!

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1 Kommentare:

Am/um 23.01.07, 10:52 , Anonymous Irene meinte...

Eine echte Alternative zu Gammelfleisch: Lebendige Braten!

 

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