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Don Farrago: Handball-WM in Deutschland – wo bleibt die nationale Euphorie?

Donnerstag, 18. Januar 2007

Handball-WM in Deutschland – wo bleibt die nationale Euphorie?

Da habe ich doch in meinem Neujahrsausblick glatt behauptet, in diesem Jahr gäbe es leider keine WM in Deutschland! Dafür möchte ich jetzt in aller Form Abbitte leisten. Zu der Zeit war ich aber emotional noch so von den Jahresrückblicken mit Eindrücken und Highlights der Fußball-WM eingewickelt, dass die Handball-WM 2007 total in den Hintergrund getreten ist.

WM-Maskottchen Hanniball

Dabei befinde ich mich ich allerdings in "guter" Gesellschaft: Auch von den Medien wurde die Handball-WM bisher eher stiefmütterlich behandelt, und von nationaler Euphorie ist wenig zu spüren. Morgen um 17.30 Uhr beginnt sie mit dem Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Brasilien in Halle in Westfalen, das Endspiel findet am 4 .Februar um 16.30 in Köln statt. Besonders auf das Abschneiden solcher "Exoten" wie Grönland, Island, Kuwait, Katar und Ägypten darf man gespannt sein, zumal die deutsche Mannschaft am 13.1. ihren letzten Test vor der WM mit 29:30 gegen Ägypten verlor.

Und auch bei dieser WM gilt das Spiel gegen Vorrundengegner Polen am 22.1. als Schlüsselspiel für den Einzug in die Hauptrunde. Für all diejenigen, die mehr über die WM erfahren möchten, gibt es hier nähere Informationen über den neuen
Austragungsmodus und den deutschen Spielerkader. Den kompletten Spielplan zum Download (PDF-Datei) findet ihr hier. Sämtliche Spiele mit deutscher Beteiligung werden übrigens von ARD und ZDF im Wechsel live übertragen. Über die anderen Spiele berichtet das DSF, teilweise in Konferenzschaltungen.


Kurz vor der WM gibt Bundestrainer Heiner Brand personelle Entwarnung: Bis auf Rückraumspieler Oleg Velyky scheinen alle Spieler zumindest körperlich fit zu sein. Für die psychologische Aufrüstung beschritt Brand zudem neue Wege: Mit Hilfe des so genannten "Reiss-Profils", eines aus 128 Aussagen bestehenden Psychotests, entwickelte er einen seelischen Fingerabdruck seiner Spieler, den er zu Motivations- und Entscheidungszwecken einsetzen will.

Na dann, Jungs: Viel Erfolg!

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