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Don Farrago

Mittwoch, 30. Juni 2010

Wahl des Bundespräsidenten Live (TV und Livestream)

Am 30. Juni, dem ersten fußballfreien Tag der WM 2010, ist es soweit: Die Bundesversammlung als größte parlamentarische Versammlung der Bundesrepublik Deutschland tritt zusammen, um den neuen Bundespräsidenten zu wählen.

Die 14. Bundesversammlung unter Vorsitz von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert setzt sich aus 1.244 Delegierten zusammen - den 622 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Wahlmännern und -frauen, die von den Parlamenten der Länder entsandt wurden.
Zur Wahl stellen sich folgende Kandidaten:

  • der 51-jährige Ministerpräsident von Niedersachsen, CDU-Bundesvize und Katholik Christian Wulff als Kandidat der schwarz-gelben Koalition (Biographie),
  • der 70-jährige parteilose, DDR-kritische protestantische Theologe Joachim Gauck als Kandidat der SPD und der Grünen (Biographie),
  • die 74-jährige Publizistin und linke Bundestagsabgeordnete Lukrezia Jochimsen als Kandidatin der Linken (Biographie).
Als Fußnote sei noch vermerkt, dass auch die NPD einen eigenen "Kandidaten" ins Rennen schickt: den singenden Neonazi Frank Rennike, der bereits 2009 gegen Horst Köhler antrat und der im Jahre 2000 wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde.

Hier ein Video mit der Zusammenfassung der wichtigsten Hintergrundinformationen zum Wahl-Procedere:
Die Wahl wird von etlichen TV-Sendern live übertragen, z.B. auf Phoenix (ab 9 Uhr), auf n-tv (ab 11.45 Uhr) und im ZDF (ZDF spezial ab 11.35 Uhr).

Als Livestream empfehle ich das WEB-TV des Parlamentsfernsehens auf bundestag.de (Direkt-Link). Auch das ZDF hat für 11.35 einen Livestream in der ZDF-Mediathek angekündigt, und die ARD bietet ab 9 Uhr auf ihrer Multimedia-Seite gleich mehrere Livestreams.

Ich glaube zwar nicht, dass es bei der Wahl zu Überraschungen kommt; aufgrund des Machthungers der Koalition wird ihr Kandidat Wulff wohl bereits im ersten Durchgang die absolute Mehrheit schaffen und damit ins Schloss Bellevue einziehen - aber man weiß ja nie... ;-) Also: ruhig zwischendurch mal reinschauen!

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Sonntag, 25. Januar 2009

Wetten dass: Die umstrittene Scheiß-Wette (Video)

Nach dem Ende der gestrigen Ausgabe von "Wetten dass" machte alle Welt ein Riesen-Geschiss um eine Wette, bei der zwei Tierpfleger angetreten waren, um den Kot von 33 Zootieren allein durch Riechen zu erkennen. Dem ZDF wurde ein verfehlter Bildungsauftrag vorgeworfen (Bild), Thomas G. vom Blog Medienrauschen musste sich gar beim Fernsehen übergeben, und auch der Medienblogger fand die Aktion zum Kotzen.

Aber war diese Wette tatsächlich so anrüchig, wie sie in vielen Reaktionen dargestellt wurde? Machen Sie sich selbst ein Bild: Hier können Sie sich das Ganze noch mal genüsslich, in voller Länge und in aller Ruhe als Video anschauen!


Also ich fand die Sache sehr amüsant und unterhaltsam, das "Dinner-for-One"-Dekor hatte Stil (es fehlte eigentlich nur noch das Tigerfell), und die Wette hob sich durch ihre Originalität wohltuend vom oft drögen Wetteinerlei ab.

Wenn man den Programmmachern vom ZDF einen Vorwurf machen kann, dann diesen: Sie haben im Quotenkampf gegen die RTL-Dschungelshow das Prinzip des "Counter Programming" wohl ein wenig fehlinterpretiert; in einer anderen Ausgabe von "Wetten dass" wäre diese Wette wohl nicht so sehr in die Ecke "Ekelfernsehen" gerückt worden. Und dem smarten Thomas Gottschalk kann man vorwerfen, dass ihm bei dieser zotig-kotigen Angelegenheit sichtlich die Souveränität fehlte und er zu oft Zuflucht zu Anspielungen wie "Jetzt laufen wir direkt gegen das Dschungelcamp – eure Scheiße können wir schon lange!" nehmen musste.

Und all denjenigen, die sich darüber aufregen, was für einen Scheiß uns die Öffentlich-Rechtlichen für unsere Fernsehgebühren vorsetzen, sei folgendes entgegengehalten: Das Abfüllen der Kotproben, ihr Transport von Offenburg nach Karlsruhe und die Präsentation bei den Proben und der Wette selbst war wohl eher ein logistisches Problem als ein finanzieller Großaufwand – zumindest wenn man das mit der Gage vergleicht, die ein weichgespülter, Platitüden dreschender Tom Cruise wohl dafür kassiert hat, dass er sich eine Stunde lang als der aufrechte Biedermann von Nebenan präsentieren und dazu noch – für ihn völlig kostenlos – Werbung für seinen umstrittenen Stauffenberg-Film machen konnte…


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Samstag, 26. April 2008

Die 50 grössten Fernsehmomente

In der Reihe "Unsere Besten" hatte das ZDF in den letzten Monaten die TV-Zuschauer aufgefordert, die 50 größten Momente der Fernsehgeschichte zu wählen. Anhand einer Vorschlagsliste mit 111 TV-Highlights aus 55 Jahren sollten sie ihre Wahl treffen – angefangen bei der Hochzeit von Queen Elizabeth II. am 2. Juni 1953 bis hin zum Gewinn der Fußball-WM der deutschen Damen am 13. November 2007. Am 25. April präsentierte Johannes B. Kerner in einem spannenden und bewegenden Rückblick auf die Fernsehgeschichte die 50 Besten des Zuschauer-Votings. Hier die Top 10:

10. Platz. 8. Juli 1990: Der einsame "Kaiser" in Rom – Franz Beckenbauer nach dem Gewinn der Fußball-WM gegen Argentinien.

9. Platz. 7. Dezember 1970: Willy Brandts Kniefall in Warschau als Symbol für den Wandel in der deutschen Außenpolitik.

8. Platz. 11. August 1999: Die totale Sonnenfinsternis; die nächste wird es (falls keine kosmische Katastrophe dazwischen funkt) erst im Jahr 2081 geben.

7. Platz. 7. November 1963: Das Wunder von Lengede – und ganz Deutschland fiebert vor den Bildschirmen mit.

6. Platz. 29. Juli 1981: Die Hochzeit von Lady Diana und Prinz Charles.

Und nun kommen wir zu den TOP 5, jeweils mit einem kleinen Video. Die Wahl der Zuschauer ist durchaus nachvollziehbar – wenn auch für jüngere Leute zwei Ereignisse dabei sein mögen, an die sie nicht auf Anhieb gedacht hätten:

5. Platz. 9. Juni - 9. Juli 2006: Die Fußball-WM 2006 – Ein Sommermärchen: Deutschland, einig Partyland!


4. Platz. 26. Juni 1963: John F. Kennedy in Berlin. Mit seiner legendären Rede vor dem Rathaus Schöneberg machte er den Berlinern neuen Mut: "Ich bin ein Berliner!"

3. Platz. 19. April 2005: Kardinal Ratzinger wird zum Papst gewählt – und die "Bild" titelt: "Wir sind Papst".

2. Platz. 20. Juli 1969: Die Mondlandung von Apollo 11 – mit den Worten von Neil Armstrong "ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit".

And the winner is:

1. Platz. 9. November 1989: Die Öffnung der Berliner Mauer. Dass dieser auch für mich wohl emotionalste Moment der deutschen TV-Geschichte im Zuschauer-Voting den ersten Platz belegt hat, wundert mich nicht. Da lohnt sich bei allen auch heute noch verwurzelten Ossi-Wessi-Anfeindungen noch mal ein Rückblick auf die Ereignisse:


Liste der Top 50
Rückblick auf die Sendung


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Mittwoch, 23. April 2008

WISO warnt vor Abo-Falle Movie-Scout

Seit Monaten mehrt sich beständig die Anzahl der Internet-Nutzer, die in die Abo-Falle der Firma Movie-Scout getappt sind. Die Betreiber suchen in ihren Spam-Mails angeblich Tester für Top-DVDs und locken dabei mit kostenlosen DVDs:

"Sehr geehrte(r) …

Die Filmindustrie sucht regelmäßig wenige Testpersonen für das Bewerten von TOP-DVDs.

Sie, [Name], wurden soeben ausgewählt, als einer von sehr wenigen Personen eine kostenlose TOP-DVD direkt nach Hause zu erhalten. Gerne würden wir Ihnen diese DVD noch heute zusenden.

Wenn Sie uns später mitteilen wie Ihnen der Film gefallen hat, dürfen Sie diese TOP-DVD behalten. Jetzt diese exklusive Chance wahrnehmen: Ausgewählter Filmtester [Name] [hier klicken].

Beste Grüße
Ihr Movie-Scout Team"


MovieScout ist ein direkter Ableger der Firma Movie-Tester, deren Betreiber im letzten Jahr von der Verbraucherzentrale abgemahnt wurden und die anschließend prompt unter einem neuen Namen von Rumänien nach Dubai umgezogen ist. Hier der Wortlaut der Stellungnahme der Verbraucherzentrale zum Thema Movie-Tester (aus der Publikation "Kostenfallen im Internet"):

Nun ist auch WISO in seiner Sendung vom 21. April den dubiosen Geschäftspraktiken von Movie-Scout nachgegangen und den Betreibern sogar bis Dubai nachgeflogen:


Also an alle, die es immer noch nicht wissen sollten, noch einmal die eindringliche Warnung: Finger weg!


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Freitag, 20. April 2007

Video-Nachlese: Dirty Harry im "heute-journal"

Gestern Abend war es endlich so weit: Harald Schmidt gab den Co-Moderator im “heute-journal“. Statt vieler Worte gibt’s hier eine Video-Nachlese in drei Akten:

1.) Harald bewirbt sich als Urlaubsvertretung (Harald-Schmidt-Show)
(zum Video hier klicken)

2.) Harald stimmt sich in seiner Show auf den ZDF-Auftritt ein (18. April)
(zum Video hier klicken)

3.) Harald plaudert im "heute-journal" über verlorene Werte wie Demut, Ehrlichkeit und Bescheidenheit (19. April)
(zum Video hier klicken)

Und falls noch jemand Backstage-Infos braucht: bitte sehr!


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Donnerstag, 19. April 2007

Dirty Harry geht fremd

Als im März aufgrund des Wechsels von "heute"-Chef Klaus-Peter Siegloch in das ZDF-Studio Washington eine Vertretung für die "heute-journal"-Moderatoren Claus Kleber und Marietta Slomka fehlte, hat sich Harald Schmidt spontan angeboten: "Ich habe viel Zeit, ich bin nicht ausgelastet mit dieser kleinen Sendung hier: ZDF, hier ist meine Bewerbung. Das ist der Job für mich."

Auch wenn die Vertretungsfrage inzwischen geregelt ist ("heute"-Moderator Steffen Seibert springt bei Abwesenheit von Slomka und Kleber ein), hat das ZDF Dirty Harry beim Wort genommen und ihn zu einer Schnupper-Moderation eingeladen.

Und so ist die Late-Night-Ikone am Donnerstag (19. April) zu Gast im ZDF-Sendezentrum, macht sich dort mit den tagesaktuellen Ereignissen vertraut und wird anschließend in einer Doppelmoderation mit Claus Kleber das "heute-journal" präsentieren. Ganz allein wollte man ihn wohl doch nicht auf die Zuschauer loslassen – aber auch so zeigt sich Harald Schmidt hoch erfreut: "Wer schafft es schon für eine Probemoderation ins 'heute-journal?'" Vielleicht weht dann ja mal ein frischer Wind durch die angestaubten Redaktionsstübchen…

Es schei
nt sich also derzeit etwas zu bewegen auf den alt-ehrwürdigen Late-News-Stammplätzen der Öffentlich-Rechtlichen! Bereits am Mittwoch Abend (18. April) ließ die ARD im Rahmen ihrer Themenwoche "Kinder sind Zukunft" den Kommentar der Tagesthemen“ von einem zwölfjährigen Mädchen sprechen.

Die Berlinerin Carla Zeller hatte sich das Thema Klimawandel herausgegriffen – und zur Beruhigung aller Verfechter des Jugendschutzgesetzes sei gesagt: Der Beitrag wurde zuvor aufgezeichnet, und außerdem hat das Mädel bereits TV-Erfahrung als Kinderreporterin für den Sender KIKA. Und wie dieser Video-Stream zeigt, hat sie das richtig gut gemacht!


Hintergrund-Story: SpON

Foto Harald Schmidt: AP, Foto Carla Zeller: © NDR/KIKA


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