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Don Farrago

Sonntag, 25. Januar 2009

Wetten dass: Die umstrittene Scheiß-Wette (Video)

Nach dem Ende der gestrigen Ausgabe von "Wetten dass" machte alle Welt ein Riesen-Geschiss um eine Wette, bei der zwei Tierpfleger angetreten waren, um den Kot von 33 Zootieren allein durch Riechen zu erkennen. Dem ZDF wurde ein verfehlter Bildungsauftrag vorgeworfen (Bild), Thomas G. vom Blog Medienrauschen musste sich gar beim Fernsehen übergeben, und auch der Medienblogger fand die Aktion zum Kotzen.

Aber war diese Wette tatsächlich so anrüchig, wie sie in vielen Reaktionen dargestellt wurde? Machen Sie sich selbst ein Bild: Hier können Sie sich das Ganze noch mal genüsslich, in voller Länge und in aller Ruhe als Video anschauen!


Also ich fand die Sache sehr amüsant und unterhaltsam, das "Dinner-for-One"-Dekor hatte Stil (es fehlte eigentlich nur noch das Tigerfell), und die Wette hob sich durch ihre Originalität wohltuend vom oft drögen Wetteinerlei ab.

Wenn man den Programmmachern vom ZDF einen Vorwurf machen kann, dann diesen: Sie haben im Quotenkampf gegen die RTL-Dschungelshow das Prinzip des "Counter Programming" wohl ein wenig fehlinterpretiert; in einer anderen Ausgabe von "Wetten dass" wäre diese Wette wohl nicht so sehr in die Ecke "Ekelfernsehen" gerückt worden. Und dem smarten Thomas Gottschalk kann man vorwerfen, dass ihm bei dieser zotig-kotigen Angelegenheit sichtlich die Souveränität fehlte und er zu oft Zuflucht zu Anspielungen wie "Jetzt laufen wir direkt gegen das Dschungelcamp – eure Scheiße können wir schon lange!" nehmen musste.

Und all denjenigen, die sich darüber aufregen, was für einen Scheiß uns die Öffentlich-Rechtlichen für unsere Fernsehgebühren vorsetzen, sei folgendes entgegengehalten: Das Abfüllen der Kotproben, ihr Transport von Offenburg nach Karlsruhe und die Präsentation bei den Proben und der Wette selbst war wohl eher ein logistisches Problem als ein finanzieller Großaufwand – zumindest wenn man das mit der Gage vergleicht, die ein weichgespülter, Platitüden dreschender Tom Cruise wohl dafür kassiert hat, dass er sich eine Stunde lang als der aufrechte Biedermann von Nebenan präsentieren und dazu noch – für ihn völlig kostenlos – Werbung für seinen umstrittenen Stauffenberg-Film machen konnte…


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Freitag, 21. November 2008

WWM-Promispecial: Gottschalk holt Million dank MRR (Video)

Das gehört unbedingt in die Rubrik "Geschichten, die das Leben schrieb": Beim Prominentenspecial von "Wer wird Millionär?" des RTL-Spendenmarathons am 20. November hatte sich Kandidat Thomas Gottschalk seinen frisch gebackenen Duz-Freund Marcel Reich-Ranicki als Telefon-Joker ausgesucht. Und wie es so geht, war ausgerechnet die Millionenfrage eine Literaturfrage: Gesucht wurde die letzte Lebensgefährtin von Franz Kafka.

Es folgte eine längere Diskussion zwischen Gottschalk und Jauch, und nach einer ausführlichen Einführung in die Spielregeln gab sich MRR dann auch keine Blöße und konnte die Frage wie aus der Pistole geschossen beantworten:


Hier drängt sich zwar die Mutmaßung auf, dass da die Redaktion taktisch ein wenig am Rad gedreht hat, doch ist das in diesem Fall absolut unerheblich: Schließlich ging es ja um einen guten Zweck…


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