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Don Farrago

Freitag, 13. April 2007

Der Leierschwanz, der kann's!

Solltet ihr bei eurem nächsten Treck durch den australischen Dschungel plötzlich durch Autohupen oder das Pfeifen einer Lokomotive aufgeschreckt werden: nur keine Panik! Da versucht nur jemand, der Damenwelt zu imponieren!

Der Graurücken-Leierschwanz (Menura novaehollandiae), auch Prachtleierschwanz genannt, ist nämlich ein wahrer Stimmakrobat. In seinen Balzgesängen ahmt das Männchen nicht nur andere Vögel und Säugetiere nach, sondern baut auch Zivilisationsgeräusche mit ein, die es so zwischendurch aufgeschnappt hat – das Klicken und Surren von Kameras, Autohupen, Handyklingeln, das Knattern einer Kettensäge...

Sir David Attenborough, der Großmeister der Naturdokumentation, hat dieses Stimmgenie für die BBC-Serie "The Life of Birds" mit der Kamera belauscht, und das Publikum hat diesen Beitrag mit Recht zur Nr. 1 seiner Tierdokus gewählt.


3 - 2 - 1... und "Action"!



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Mittwoch, 21. März 2007

Sprachcode geknackt: Meisen als Alarmanlage


...oder: Wie Fremdsprachenkenntnisse das Leben retten können...

Chick-a-dee oder chick-a-dee-dee: Uns Menschen sagt die Anzahl der Endsilben in den Warnrufen der Schwarzkopfmeise normalerweise nicht sonderlich viel. In umfangreichen Studien in den USA wurde jetzt der Sprachcode dieses winzigen Kommunikationsgenies geknackt. Und - sozusagen als Nebeneffekt - stellte sich dabei heraus, dass nicht nur der Mensch an der Decodierung gearbeitet hat:

Der Kanadakleiber hat die Sprache der Schwarzkopfmeisen entschlüsselt und trifft in brenzligen Situationen existentielle Entscheidungen, die auf nichts anderem als auf Meisenrufen basieren.
Mit anderen Worten: Der Kleiber nutzt die Warnrufe der Meisen als Alarmanlage und als Polizeifunk. Dieser Artikel bei Heise liefert die erstaunlichen Details einer artenübergreifenden Kommunikation im Tierreich.

Da sieht man wieder einmal, wie überlebenswichtig Fremdsprachenkenntnisse zuweilen sein können...

(Fotomontage: Heise)


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