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Don Farrago: 2007 - und was nun?

Dienstag, 2. Januar 2007

2007 - und was nun?

Na, seid ihr gut reingerutscht ins neue Jahr? Am Schnee kann's dann sicher nicht gelegen haben! Für den Einen oder Anderen soll der Jahreswechsel ja nur mit äußerstem persönlichen Einsatz und eiserner Disziplin geklappt haben...


Kein Wunder, wenn dann auf Neujahr der Kater ein unkontrollierbares Eigenleben entwickelt!

Zum Thema "Vorsätze" habe ich ja schon was in meiner Neujahrs-Grußadresse rechts oben gesagt. Einen ganz passablen Rezeptvorschlag hatte da einst Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808), die Mutter unseres Dichterfürsten Johann Wolfgang:

Man nehme 12 Monate,
putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz,
Pedanterie und Angst,
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile,
so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.

Es wird ein jeder Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
einen Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt.

Dann wird das Ganze sehr reichlich
mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit.

Die Frage, was man dann im Februar machen soll, der ja nur 28 Tage hat, hat sich für Mutter Goethe wohl nicht gestellt. Vielleicht hat sie geahnt, dass oft die Karnevals-Komatage in diesen Monat fallen würden. Da sind ohnehin nur Zutaten wie Frohsinn, Humor und Heiterkeit gefragt, und auch die nur in recht fragwürdiger Dosierung...

Im neuen Jahr wird sich für uns Bundesbürger einiges ändern, nicht nur der Prozentsatz der Mehrwertsteuer. Zudem übernimmt die Bundesrepublik für 6 Monate die Ratspräsidentschaft der EU – was unsere frischgebackene Europa-Angie gleich wieder zu blumigen Sprüchen animiert hat, Zitat: "Wir müssen uns also 2007 schlichtweg doppelt anstrengen – für Fortschritte in Europa vorneweg und für die Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland.“ Na dann: Europa vorneweg, Deutschland hintendran... aufi geht's... Aber solange wir Deutschen tatkräftig an einem Strang ziehen, mache ich mir um den Aufschwung wirklich keine Sorgen!

Aber Angie möchte noch weit höher hinaus. Da Deutschland jetzt auch ein Jahr lang den Vorsitz der G8-Staaten übernimmt, wird sie sich im Juni beim teuersten Dreitages-Spektakel in der Geschichte der Bundesrepublik (derzeit geschätzte 100.000.000 Euro) sogar als Hardcore-Global-Player präsentieren: Das marode Heiligendamm in Meckpomm dient als Kulisse für den nächsten G8-Gipfel. Und unsereins freut sich schon, wenn's heute in den Ich-bin-doch-nicht-blöd-Sau-Märkten auf Fernseher und Hifi-Geräte 19% Preisnachlass auf Ladenhüter gibt...

Und damit sich Angie auch als weltgewandte Staatsmännin präsentieren kann, hat sie für den G8-Gipfel sogar vorsorglich einen Volkshochschul-Kurs in Englisch belegt! Hier der Beweis:

Also: Deutschland als Dynamo des Fortschritts in Europa und – mal wieder als Gastgeber für die Welt: deutsches Herz, was willst du mehr? Nur eines finde ich persönlich sehr schade: 2007 findet in Deutschland leider keine WM statt. Naja, dafür wird dann eben Schalke deutscher Meister, ist ja auch schon was... Und da sind wir auch schon bei meinem Motto für das neue Jahr: Carpe diem! Und nicht zurückblicken – weder im Zorn noch in der Freude! Naja, zumindest nicht so oft...

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1 Kommentare:

Am/um 02.01.07, 20:19 , Blogger ThomasEbendorf meinte...

Mein Rutsch war auf jeden fall richtig heftig. Aber ich bin in 2007 angekommen. Wie ich gerutscht bin Hier: ThomasEbendorf.blogspot.com

 

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