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Don Farrago

Freitag, 22. Juni 2007

G8-Strandkorb kommt unter den Hammer

Der berühmte G8-Strandkorb, in dem sich G8-Gastgeberin Angela Merkel in Heiligendamm mit den Regierungschefs aus aller Welt fotografieren ließ, kommt jetzt unter den Hammer.

(Foto: dpa)

Am Donnerstag wurde das mehr als zwei Meter hohe und sechs Meter breite Strandmöbel, das im Auftrag der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern zum Preis von ca. 10.000 Euro maßgeschneidert wurde, zunächst vor dem Brandenburger Tor aufgestellt. Hier diente es als Kulisse für die Aufzeichnung des ZDF-Morgenmagazins vom 22. Juni.

Am Samstag kann dann auch Otto Normalbürger am Tag der offenen Tür im Bundesrat mal das Gefühl auskosten, wie es sich auf diesem geschichtsträchtigen Möbel so sitzt. Danach soll es für einen guten Zweck versteigert werden. Die BILD-Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder“ nimmt ab sofort bis zum 9. Juli 2007 unter der E-Mail-Adresse bildhilft@bild.de oder unter Fax +49 (0)40 3 47 2 33 32 nationale und internationale Gebote für das blau-weiß gestreifte Möbelstück entgegen.

"Unser Strandkorb, in dem die G8-Regierungschefs und EU-Präsident Barroso fotografiert wurden, ist mittlerweile weltbekannt", äußerte sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) zur Versteigerung. Auch dazu, wo das Geld eingesetzt werden sollte, hatte Ringstorff bereits konkrete Vorstellungen. "Ich würde mir wünschen, dass der Erlös entsprechend dem Anliegen des G8-Gipfels für Projekte in Afrika eingesetzt wird."

Gut gebrüllt, Löwe! Da kann man nur hoffen, dass bei der Versteigerung ordentlich Geld zusammen kommt! Das wäre dann nämlich der erste zahlenmäßig konkret erfassbare Geldbetrag, der als direkte Folge des G8-Gipfels in die Afrika-Hilfe einfließt…


Quelle: Pressrelations



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Dienstag, 3. April 2007

Hitler und der G8-Gipfel

Im Jahre 1932 hat die Kreisstadt Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern Adolf Hitler die Ehrenbürgerwürde verliehen. Nun gut, mag man sagen, das haben schließlich auch Tausende andere deutsche Gemeinden in brauner Vorzeit so gehandhabt... wäre da nicht der Umstand, dass Bad Doberan die erste deutsche Stadt überhaupt war, die Hitler diese Ehre zuteil werden ließ – und das noch vor seiner Machtergreifung!

Und eine besonders pikante Würze erhält diese Tatsache noch dadurch, dass in diesem Landkreis das idyllische Ostseebad Heiligendamm liegt, in dem im Juni der G8-Gipfel stattfindet! Im Ausland hat sich die peinliche Situation natürlich schon lange und rasant herumgesprochen und für harsche Kritik gesorgt.

Zwar glauben die Stadtpolitiker und Historiker, dass sich im Stadtarchiv irgendwo ein bislang unbekanntes DDR-Dokument befinden müsse, das diese Ehrenbürgerschaft aufhebt, doch ob es tatsächlich existiert und ob dieser Vorgang je stattgefunden hat, ist bislang nirgendwo belegt. Und andere Historiker sind ohnehin der Meinung, dass eine Ehrenbürgerschaft automatisch mit dem Tode des so Geehrten erlischt.

Sicher ist sicher, haben sich die Stadtväter von Bad Doberan da gesagt, und haben am 2. April einstimmig und offiziell die Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers aufgehoben. Das wurde aber auch mal Zeit, wie ich finde... nach 75 Jahren!


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