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Don Farrago

Donnerstag, 15. März 2007

Kärcher (be)reinigt Image in Frankreich


Welche Firma träumt nicht davon, dass ihr Firmen- oder Markenname in den allgemeinen Sprachgebrauch einzieht? Hoover steht in den USA für Staubsauger, Tempo in Deutschland für Papiertaschentücher... Ähnliches hat mittlerweile auch die schwäbische Firma Kärcher (die mit den Hochdruckreinigern) geschafft: ihr Name ist in Frankreich in aller Munde. Doch so richtig glücklich ist sie damit nicht, zumal der Name Einzug ins politische Tagesgeschehen gehalten hat.

Bereits im Frühjahr 2005 sagte der französische Innenminister und aktuelle Präsidentschaftskandidat der konservativen UMP, Nicolas Sarkozy, anlässlich der Unruhen im Pariser Vorort La Courneuve, man müsse solche Gegenden ausmisten (wörtlich: "nettoyer au Kärcher", also "mit dem Kärcher reinigen"). Jetzt, im Wahlkampf, wird in Frankreich schon wieder kräftig "rumgekärchert".

Mit einer groß angelegten Anzeigenkampagne in der französischen Presse hat die Firma Kärcher am Dienstag die Notbremse gezogen: Man will den Firmennamen sauber halten und einem weiteren politischen Missbrauch während des französischen Präsidentschafts-Wahlkampfes vorbeugen.

So kann's also gehen, wenn man seinen Namen erst mal richtig etabliert hat! Da will ich nur hoffen, dass in 70 Jahren der Begriff "donfarragieren" nicht für "querbeet rumschwafeln" steht... und meine Erben das noch gerade rücken müssen!

(via Netzeitung und Figaro)

Kärcher-Kommuniqué im Figaro


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